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Alle Kategorien > Change Management > Unternehmenskultur und Kulturveränderung > Kulturveränderung in christlich geprägtem Unternehmen
Anzahl Nachrichten: 3 - Seiten (1): [1]
Autor: Mathias Jahn
Erstellt: 11.02.2008 - 19:20
Betreff: Kulturveränderung in christlich geprägtem Unternehmen
Guten Tag,

eine besondere Aufgabenstellung im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes die Kundenorientierung zu verbessern (also eigentlich ein Kulturthema) trifft in einem aktuellen Projekt auf besondere Rahmenbedingungen - eine christlich geprägte Unternehmenskultur, die auch in der Vision und im Namen des Unternehmens verankert ist. Diese christliche Prägung wird teilweise auch als Vorwand gegen Veränderung verwand: Bsp. christlich = Verkauf. Allerdings verbindet die GF exakt diesen aktiven Verkaufserfolg mit einer verbesserten Kundenorientierung. Veränderungsziel ist demnach auch die verbesserte Ausschöpfung der Empfehlungen und der Interessenten (Conversion-Rate). Formel: Kunde im Mittelpunkt = höherer Verkaufserfolg.

Die Frage ist nun: Wie kann wertorientiertes (christlich geprägt) Veränderungsmanagement die Mitarbeiter mitnehmen und gleichzeitig das von der GF definierte Ziel erfüllen?

Freue mich auf Feedback

Mathias Jahn

______________________________________
Dieser Thread wurde aus dem alten Diskussionsforum übernommen, deshalb hat sich das Datum geändert.
Der ursprüngliche Eintrag datiert vom 31.7.2006
Benutzerbild Autor: Winfried Berner
Erstellt: 11.02.2008 - 19:21
Betreff: re: Kulturveränderung in christlich geprägtem Unternehmen
Hallo Herr Jahn,

für religiös geprägtes Change Management bekenne ich mich unzuständig.

Was jedoch die "christliche Prägung" der Einwände gegen Verkaufen und Kundenorientierung betrifft, sehe ich darin nur, was in jedem Unternehmen und in jeder Organisation bei größeren Veränderungsvorhaben stattfindet: Dass nämlich die obersten Werte der jeweiligen Organisation als Argumente gegen die beabsichtigten Veränderungen gewendet werden. In einem knallhart profitorientierten Unternehmen sind das die (angeblich oder tatsächlich) zu befürchtenden Auswirkungen auf die Profitablität, in einem stark kundenorientierten Unternehmen die möglichen Nachteile für den Kunden, in einer NGO die möglichen negativen Folgen für die politische Schlagkraft, und in einer christlich geprägten Unternehmenskultur ist es halt die Kompatibilität mit den christlichen Werten.

Insofern handelt es sich hier vermutlich um ein ganz normales und sehr "weltliches" Phänomen. Und im übrigen meines Erachtens auch um eines, das völlig in Ordnung geht, denn es ist absolut legitim und sinnvoll, dass bei Veränderungen ihre Vereinbarkeit mit den Leitwerten der jeweiligen Organisation beachtet und ausdiskutiert wird.

Trotzdem verquicken sich in diesen Diskussionen immer und unweigerlich ernsthafte sachliche Vorbehalte und persönliche Widerstände gegen Veränderungen. Von daher empfehle ich Ihnen, einmal einen Blick auf den Artikel Widerstände: Vom Umgang mit Ängsten, Trotz und Interessenpolitik werfen.

Freundliche Grüße

Winfried Berner
Autor: Mathias Jahn
Erstellt: 11.02.2008 - 19:22
Betreff: re: re: Kulturveränderung in christlich geprägtem Unternehmen
Hallo Herr Berner,

herzlichen Dank für den expliziten Hinweis auf die "üblichen" Verdächtigen. Ich sehe das Phänomen wie Sie.

Es liegen bereits Erfahrungen aus anderen Projekten in der Vergangenheit vor, in denen MA auf den Begriff "Verkauf" geradezu allergisch reagierten - allerdings ist dies im Rahmen von Kundenorientierungsprojekten keine wirklich neue Erkenntnis. In allen Organisationen und in allen mir bekannten Branchen bin ich auf dieses geradezu reflektorische Verhalten gestoßen.

Ihren Artikel werde ich mir jetzt gleich durchlesen.

Herzliche Grüße

Mathias Jahn
Anzahl Nachrichten: 3 - Seiten (1): [1]
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