Sehr geehrter Herr Berner,
zur Vorbereitung eines Seminares ist es meine Aufgabe mindestens fünf Faktoren zu finden, die den Erfolg von Leitlinien beeinflussen.
Soweit, so gut, in der Theorie (meiner Ansicht nach) wird den folgenden Faktoren diese Eigenschaft nachgesagt:
1.) Entstehung durch Konsensbildung:
d.h. die Leitlinien sollten durch eine gemeinsame Erarbeitung über alle Hierarchiestufen und Abteilungen hinweg erarbeitet werden
=> was ihre Allgemeingültigkeit sichern soll
2.) Klarheit und Einprägsamkeit:
d.h. kurze prägnannte Sätze (evtl. auch Slogan)
=> soll die Merkfähigkeit erhöhen
3.) Maximaler Bekanntheitsgrad
d.h. jeder Mitarbeiter soll sie kennen und eigentlich auch jeder Kunde
=> vorallem die Mitarbeiter sollen jederzeit auch danach handeln können
4.) Realitätsnähe
d.h. die Leitlinien sollten nicht auf reinen Wunschvorstellungen basieren
=> zur Sicherung der Umsetzbarkeit
5.) Flexibilität
d.h. sie sollten nicht starr für alle Zeiten einzementiert sein, sondern nach regelmäßiger Überprüfung den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden können
=> Gültigkeit über einen längeren Zeitraum ohne Stagnation in der Entwicklung bzw. um genau selbige zu verhindern
In der Theorie hört sich das doch alles auch gar nicht so schlecht an ... Jedoch besteht meine Aufgabe auch darin, genau diese Faktoren (Sie dürfen mich gerne berichtigen oder ergänzen) anhand von konkreten Beispielen vergleichbarer Unternehmen (Finanzdienstleistungen) zu belegen und da fängt mein Problem an, ich habe bisher noch niemanden gefunden, der bereit war, mir auf diese Fragen auch praktische Antworten zu geben, abgesehen von sehr allgemeinem ... wird doch eher auf Betriebsinterna verwiesen (welch Wunder!) oder 'die Teilnahme an Studien wegen zu vielen Anfragen abgelehnt'.
Es ist mir zwar völlig klar, dass auch Sie keine betriebsinternen Informationen über wen auch immer geben können aber evtl. können Sie ja die eine oder andere Information anomymisieren. Ansonsten erhoffe ich mir immerhin einen Tip, wie ich aus diesem Dilemma wieder heraus komme. Auch Beispiele, die diese Faktoren in Frage stellen nehme ich gern entgegen, denn ich bin kein großer Verfechter von Leitlinien, da es für mich auch nur hohle Phrasen sind, die irgendwelche Selbstverständlichkeiten wiedergeben. Allerdings habe von Arbeitnehmern gehört bzw. gelesen, die tatsächlich etwas auf diese Leitlinien geben und sie als eine Art 'Bibel' sehen und versuchen danach zu leben!?!
Im übrigen läuft diese Studie für ein Unternehmen, welches die Leitlinien erst in jüngerer Zeit eingeführt hat und sich offensichtlich in der ersten Überprüfungsphase befindet, denn ein weierer Aufgabenteil besteht darin, die Ergebnisse der obigen Aufgabe mit der Situation im Auftragsunternehmen zu vergleichen und zwar unter besonderer Berücksichtigung von Führung und beobachtbarem Führungsverhalten. Hier wäre ich für einen Tip dankbar, was damit gemeint sein könnte 'unter besonderer Berücksichtigung von Führung und Führungsverhalten', bisher habe ich noch keine Führungsaufgaben wahrgenommen und mir fallen auf anhieb nur Stichworte wie 'anleiten/anregen zur Umsetzung' und 'mit Leben erfüllen' ein. Bin ich da auf dem richtigen Weg?
Vielen Dank und liebe Grüße
Dörte
______________________________________
Dieser Thread wurde aus dem alten Diskussionsforum übernommen, deshalb hat sich das Datum geändert.
Der ursprüngliche Eintrag datiert vom 10.4.2007
zur Vorbereitung eines Seminares ist es meine Aufgabe mindestens fünf Faktoren zu finden, die den Erfolg von Leitlinien beeinflussen.
Soweit, so gut, in der Theorie (meiner Ansicht nach) wird den folgenden Faktoren diese Eigenschaft nachgesagt:
1.) Entstehung durch Konsensbildung:
d.h. die Leitlinien sollten durch eine gemeinsame Erarbeitung über alle Hierarchiestufen und Abteilungen hinweg erarbeitet werden
=> was ihre Allgemeingültigkeit sichern soll
2.) Klarheit und Einprägsamkeit:
d.h. kurze prägnannte Sätze (evtl. auch Slogan)
=> soll die Merkfähigkeit erhöhen
3.) Maximaler Bekanntheitsgrad
d.h. jeder Mitarbeiter soll sie kennen und eigentlich auch jeder Kunde
=> vorallem die Mitarbeiter sollen jederzeit auch danach handeln können
4.) Realitätsnähe
d.h. die Leitlinien sollten nicht auf reinen Wunschvorstellungen basieren
=> zur Sicherung der Umsetzbarkeit
5.) Flexibilität
d.h. sie sollten nicht starr für alle Zeiten einzementiert sein, sondern nach regelmäßiger Überprüfung den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden können
=> Gültigkeit über einen längeren Zeitraum ohne Stagnation in der Entwicklung bzw. um genau selbige zu verhindern
In der Theorie hört sich das doch alles auch gar nicht so schlecht an ... Jedoch besteht meine Aufgabe auch darin, genau diese Faktoren (Sie dürfen mich gerne berichtigen oder ergänzen) anhand von konkreten Beispielen vergleichbarer Unternehmen (Finanzdienstleistungen) zu belegen und da fängt mein Problem an, ich habe bisher noch niemanden gefunden, der bereit war, mir auf diese Fragen auch praktische Antworten zu geben, abgesehen von sehr allgemeinem ... wird doch eher auf Betriebsinterna verwiesen (welch Wunder!) oder 'die Teilnahme an Studien wegen zu vielen Anfragen abgelehnt'.
Es ist mir zwar völlig klar, dass auch Sie keine betriebsinternen Informationen über wen auch immer geben können aber evtl. können Sie ja die eine oder andere Information anomymisieren. Ansonsten erhoffe ich mir immerhin einen Tip, wie ich aus diesem Dilemma wieder heraus komme. Auch Beispiele, die diese Faktoren in Frage stellen nehme ich gern entgegen, denn ich bin kein großer Verfechter von Leitlinien, da es für mich auch nur hohle Phrasen sind, die irgendwelche Selbstverständlichkeiten wiedergeben. Allerdings habe von Arbeitnehmern gehört bzw. gelesen, die tatsächlich etwas auf diese Leitlinien geben und sie als eine Art 'Bibel' sehen und versuchen danach zu leben!?!
Im übrigen läuft diese Studie für ein Unternehmen, welches die Leitlinien erst in jüngerer Zeit eingeführt hat und sich offensichtlich in der ersten Überprüfungsphase befindet, denn ein weierer Aufgabenteil besteht darin, die Ergebnisse der obigen Aufgabe mit der Situation im Auftragsunternehmen zu vergleichen und zwar unter besonderer Berücksichtigung von Führung und beobachtbarem Führungsverhalten. Hier wäre ich für einen Tip dankbar, was damit gemeint sein könnte 'unter besonderer Berücksichtigung von Führung und Führungsverhalten', bisher habe ich noch keine Führungsaufgaben wahrgenommen und mir fallen auf anhieb nur Stichworte wie 'anleiten/anregen zur Umsetzung' und 'mit Leben erfüllen' ein. Bin ich da auf dem richtigen Weg?
Vielen Dank und liebe Grüße
Dörte
______________________________________
Dieser Thread wurde aus dem alten Diskussionsforum übernommen, deshalb hat sich das Datum geändert.
Der ursprüngliche Eintrag datiert vom 10.4.2007


Zu meinen kontakten hinzufügen
Autor: