Liebe Change Manager,
erinnern Sie sich noch an die Philipp-Holzmann-Pleite? Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder sprang damals ein, um mit 128 Millionen an Steuergeldern den Konkurs um einige Monate zu verschleppen.
Heute würde man wegen eines solchen Bagatellbetrags nicht einmal mehr einen Staatssekretär von Berlin nach Frankfurt schicken. Seit letztem Herbst reden wir nur noch über Milliarden. Selbst einstellige Milliardenbeträge sind anscheinend auch kaum noch der Rede wert. Als letzte Woche die Allianz einen "Jahresfehlbetrag" von 2,4 Milliarden Euro bekanntgegeben hat, stieg ihr Aktienkurs. Aber das fiel kaum auf, weil in derselben Woche beispielsweise die Royal Bank of Scotland 24 Milliarden Pfund, General Motors 30,9 Milliarden Dollar und die amerikanische Hypothekenbank Fannie Mae 58,7 Milliarden Dollar abgemeldet haben. Die Vereinigten Staaten von Amerika, das Mutterland des Kapitalismus, sind mittlerweile mit 36 Prozent der größte Einzelaktionär der Citigroup, der einstmals größten Bank der Welt, nachdem sie bereits Ende 2008 mit einem staatlichen Hilfspaket von insgesamt 320 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden musste.
Da wirkt es fast wie ein Bagatellbetrag, wenn Opel die Bundesregierung um 3,3 Milliarden Euro Unterstützung bittet. (Fürs erste.)
Wie viel Geld gibt es eigentlich auf der Welt? Sind die Staaten dieser Welt überhaupt dazu in der Lage, so viel Unterstützung zu geben? Wann ist der Punkt erreicht, wo die Staaten sich überheben und in Gefahr kommen, von ihren zwangsadoptierten Kindern in den Abgrund gerissen zu werden?
Dass der Politik und auch der Öffentlichkeit die Maßstäbe abhanden gekommen sind, hat vielleicht auch damit zu tun, dass die wenigsten Menschen wichtige Eckdaten der Weltwirtschaft im Kopf haben. Es fehlen uns daher verlässliche Referenzwerte ("Anker"), an denen wir die jeweils gehandelten Zahlen messen und in ihrer Größenordnung beurteilen zu können. Also verschieben sich die Maßstäbe mit den Größenordnungen, die Woche für Woche gehandelt werden.
Deshalb habe ich hier ein paar Zahlen zusammengestellt, die in dem aktuellen Zahlenwirbel als Referenzwerte dienen können:
Bruttoinlandsprodukte (BIP)
Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) entspricht nach EU-Definition dem Gesamtwert der produzierten Waren und Dienstleistungen abzüglich des Werts der Waren und Dienstleistungen, die bei ihrer Produktion als Vorleistungen verwendet werden. Ich gebe hier die Zahlen von 2007 wieder, weil hierzu im Gegensatz zu 2008 bereits endgültige Zahlen vorliegen.
EU (27 Länder) 12.342 Mrd. Euro
USA 10.075 Milliarden Euro (2008: 9.699 Mrd.)
Japan 3.199 Milliarden Euro
Innerhalb der EU sind die größten Volkswirtschaften
- Deutschland 2.423 Mrd. (2008: 2.492 Mrd.)
- UK 2.049 Mrd. (2008: 1.815 Mrd.)
- Frankreich 1.892 Mrd.
- Italien 1.536 Mrd.
- Spanien 1.051 Mrd.
Quelle: EuroStats
Das gesamte "Bruttoinlandsprodukt" der Welt liegt bei ca. 54.312 Milliarden Dollar; das entspricht bei einem Dollarkurs von 1,30 etwa 42 Billionen Euro.
Die oben erwähnte Stützung der Citigroup durch den amerikanischen Staat liegt also bei etwa 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der USA (oder fast dem ganzen BIP von Österreich).
Staatshaushalte
Nun können die Staaten dieser Welt, wie wir wissen, zwar relativ entspannt Gelder ausgeben, die sie gar nicht haben; trotzdem ist die richtige Bezugsgröße für staatliche Unterstützungsmaßnahmen nicht das Bruttoinlandsprodukt, sondern nur der Teil des BIP, der über Steuern und Abgaben dem Staat zufließt.
In der EU sind das durchschnittlich 45 Prozent;
- Deutschland 44,0%
- UK 41,7%
- Frankreich 49,7%
- Italien 46,6%
- Spanien 41,0%
Wesentlich darunter liegen eigentlich nur einige osteuropäische Staaten, an der Spitze die Slowakei mit 32,7%, sowie Irland mit 35,7%. Diskussionen, ob die Staatsquote nicht in Wirklichkeit viel höher ist, weil zusätzliche staatliche Mittel in "Nebenhaushalten" versteckt sind, müssen uns an dieser Stelle nicht interessieren, weil das für die Abschätzung von Größenordnungen keine entscheidende Rolle spielt.
Quelle: EuroStats
Zum Vergleich: Die USA liegen bei etwa 38 Prozent, die in Japan bei 36 Prozent. Damit liegt die Stützung der Citibank bereits in einer Größenordnung von 6,6 Prozent des amerikanischen Staatshaushalts. Zu berücksichtigen ist dabei überdies, dass die öffentlichen Haushalte ja nicht aus freien Mitteln bestehen, sondern zu annähernd 100 Prozent – manchmal auch mehr – festgelegt sind. Es geht also nicht um Verlagerungen, sondern um zusätzliches Geld. Zusätzliche Subventionen übersetzen sich also in praktisch gleicher Höhe in zusätzliche Schulden.
Staatsschulden
Neue Staatsschulden sind umso mehr ein Problem, je höher die vorhandenen schon sind. Die Länder der Europäischen Union sind mit durchschnittlich 58,9 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (!) verschuldet (Achtung, das ist nicht der Anteil am Staatshaushalt, sondern an der gesamten volkswirtschaftlichen Wertschöpfung – auf die Staatshaushalte umgerechnet ergeben sich 130,9 Prozent!). In der Eurozone sind es sogar 65,3 Prozent des BIP.
Deutschland und Frankreich liegen mit 63,1 Prozent bzw. 64,4 Prozent knapp unter dem Durchschnitt des Euroraums; das sind 143,4 bzw. 129,6 Prozent der öffentlichen Haushalte.
Die USA lagen bis vor kurzem in einer ähnlichen Größenordnung; unter George W. Bush ist die Staatsverschuldung jedoch innerhalb weniger Jahre steil angestiegen und lag Ende September 2008 bei 10.025 Milliarden Dollar; das sind 72,4 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts oder 190 Prozent der öffentlichen Haushalte!
Die wirklichen Problemkandidaten sind weltweit aber Japan mit 182,8 Prozent des BIP und in Europa Italien (103,2%), Griechenland (92,4%) und Belgien (81,9%). Schon ein Zinsanstieg um ein oder zwei Prozent kann die öffentlichen Haushalte strangulieren und im schlimmsten Fall einen Staatsbankrott herbeiführen.
Quelle: Wikipedia – Stichwort Staatsverschuldung
Derivate / "Finanzinnovationen"
Die Zahl, die mich persönlich jedoch am meisten erschreckt hat, lautet 596 Billionen. Das ist laut Spiegel das Gesamtvolumen der 2007 weltweit gehandelten Derivate in US-Dollar. Wenn diese Zahl stimmt – mir erscheint sie immer noch unglaublich –, läge das Volumen dieser "finanziellen Massenvernichtungswaffen" (Warren Buffett) beim Elffachen des Weltinlandsproduktes, also sämtlicher weltweit erzeugten Güter und Dienstleistungen. Beim Elffachen!
Das heißt, schon ein durchschnittlicher Verlust von 10 Prozent auf diese Derivate würde mehr Vermögen vernichten als all die Werte, die die gesamte Weltbevölkerung innerhalb eines Jahres erwirtschaftet. Und wenn ein erheblicher Teil von diesem Zeug überhaupt keinen Wert mehr hat, weil ihn, gleich zu welchem Preis, niemand mehr kaufen will, wird auf beängstigende Weise deutlich, weshalb das gesamte Weltfinanzsystem derzeit in seiner wohl tiefsten Krise aller Zeiten ist.
Allein die "Credit Default Swaps" (CDS), die auf Immobilienkredite verbrieften Derivate, belaufen sich, ebenfalls laut Spiegel, auf 57 Billionen Dollar.
So, ich hoffe, diese Vergleichszahlen helfen ein bisschen, in dem derzeitigen Milliarden-Hexenkessel den Überblick zu behalten. Auch wenn sie nur begrenzt dazu geeignet sind, zur Beruhigung beizutragen.
Winfried Berner
erinnern Sie sich noch an die Philipp-Holzmann-Pleite? Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder sprang damals ein, um mit 128 Millionen an Steuergeldern den Konkurs um einige Monate zu verschleppen.
Heute würde man wegen eines solchen Bagatellbetrags nicht einmal mehr einen Staatssekretär von Berlin nach Frankfurt schicken. Seit letztem Herbst reden wir nur noch über Milliarden. Selbst einstellige Milliardenbeträge sind anscheinend auch kaum noch der Rede wert. Als letzte Woche die Allianz einen "Jahresfehlbetrag" von 2,4 Milliarden Euro bekanntgegeben hat, stieg ihr Aktienkurs. Aber das fiel kaum auf, weil in derselben Woche beispielsweise die Royal Bank of Scotland 24 Milliarden Pfund, General Motors 30,9 Milliarden Dollar und die amerikanische Hypothekenbank Fannie Mae 58,7 Milliarden Dollar abgemeldet haben. Die Vereinigten Staaten von Amerika, das Mutterland des Kapitalismus, sind mittlerweile mit 36 Prozent der größte Einzelaktionär der Citigroup, der einstmals größten Bank der Welt, nachdem sie bereits Ende 2008 mit einem staatlichen Hilfspaket von insgesamt 320 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden musste.
Da wirkt es fast wie ein Bagatellbetrag, wenn Opel die Bundesregierung um 3,3 Milliarden Euro Unterstützung bittet. (Fürs erste.)
Wie viel Geld gibt es eigentlich auf der Welt? Sind die Staaten dieser Welt überhaupt dazu in der Lage, so viel Unterstützung zu geben? Wann ist der Punkt erreicht, wo die Staaten sich überheben und in Gefahr kommen, von ihren zwangsadoptierten Kindern in den Abgrund gerissen zu werden?
Dass der Politik und auch der Öffentlichkeit die Maßstäbe abhanden gekommen sind, hat vielleicht auch damit zu tun, dass die wenigsten Menschen wichtige Eckdaten der Weltwirtschaft im Kopf haben. Es fehlen uns daher verlässliche Referenzwerte ("Anker"), an denen wir die jeweils gehandelten Zahlen messen und in ihrer Größenordnung beurteilen zu können. Also verschieben sich die Maßstäbe mit den Größenordnungen, die Woche für Woche gehandelt werden.
Deshalb habe ich hier ein paar Zahlen zusammengestellt, die in dem aktuellen Zahlenwirbel als Referenzwerte dienen können:
Bruttoinlandsprodukte (BIP)
Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) entspricht nach EU-Definition dem Gesamtwert der produzierten Waren und Dienstleistungen abzüglich des Werts der Waren und Dienstleistungen, die bei ihrer Produktion als Vorleistungen verwendet werden. Ich gebe hier die Zahlen von 2007 wieder, weil hierzu im Gegensatz zu 2008 bereits endgültige Zahlen vorliegen.
EU (27 Länder) 12.342 Mrd. Euro
USA 10.075 Milliarden Euro (2008: 9.699 Mrd.)
Japan 3.199 Milliarden Euro
Innerhalb der EU sind die größten Volkswirtschaften
- Deutschland 2.423 Mrd. (2008: 2.492 Mrd.)
- UK 2.049 Mrd. (2008: 1.815 Mrd.)
- Frankreich 1.892 Mrd.
- Italien 1.536 Mrd.
- Spanien 1.051 Mrd.
Quelle: EuroStats
Das gesamte "Bruttoinlandsprodukt" der Welt liegt bei ca. 54.312 Milliarden Dollar; das entspricht bei einem Dollarkurs von 1,30 etwa 42 Billionen Euro.
Die oben erwähnte Stützung der Citigroup durch den amerikanischen Staat liegt also bei etwa 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der USA (oder fast dem ganzen BIP von Österreich).
Bitte folgende Zahlen zum BIP merken:
* Weltinlandsprodukt: ca. 54 Billionen Dollar oder 42 Billionen Euro
* EU: gut 12 Billionen Euro
* USA: rund 10 Billionen Euro (oder 13 Billionen Dollar)
* Deutschland: etwa 2,5 Billionen Euro
* UK und Frankreich: jeweils um die 2 Billionen Euro
* Weltinlandsprodukt: ca. 54 Billionen Dollar oder 42 Billionen Euro
* EU: gut 12 Billionen Euro
* USA: rund 10 Billionen Euro (oder 13 Billionen Dollar)
* Deutschland: etwa 2,5 Billionen Euro
* UK und Frankreich: jeweils um die 2 Billionen Euro
Staatshaushalte
Nun können die Staaten dieser Welt, wie wir wissen, zwar relativ entspannt Gelder ausgeben, die sie gar nicht haben; trotzdem ist die richtige Bezugsgröße für staatliche Unterstützungsmaßnahmen nicht das Bruttoinlandsprodukt, sondern nur der Teil des BIP, der über Steuern und Abgaben dem Staat zufließt.
In der EU sind das durchschnittlich 45 Prozent;
- Deutschland 44,0%
- UK 41,7%
- Frankreich 49,7%
- Italien 46,6%
- Spanien 41,0%
Wesentlich darunter liegen eigentlich nur einige osteuropäische Staaten, an der Spitze die Slowakei mit 32,7%, sowie Irland mit 35,7%. Diskussionen, ob die Staatsquote nicht in Wirklichkeit viel höher ist, weil zusätzliche staatliche Mittel in "Nebenhaushalten" versteckt sind, müssen uns an dieser Stelle nicht interessieren, weil das für die Abschätzung von Größenordnungen keine entscheidende Rolle spielt.
Quelle: EuroStats
Zum Vergleich: Die USA liegen bei etwa 38 Prozent, die in Japan bei 36 Prozent. Damit liegt die Stützung der Citibank bereits in einer Größenordnung von 6,6 Prozent des amerikanischen Staatshaushalts. Zu berücksichtigen ist dabei überdies, dass die öffentlichen Haushalte ja nicht aus freien Mitteln bestehen, sondern zu annähernd 100 Prozent – manchmal auch mehr – festgelegt sind. Es geht also nicht um Verlagerungen, sondern um zusätzliches Geld. Zusätzliche Subventionen übersetzen sich also in praktisch gleicher Höhe in zusätzliche Schulden.
Bitte folgende Zahlen zur Staatsquote merken:
* EU rund 45 Prozent
* Deutschland knapp darunter
* UK rund 42, Frankreich rund 50 Prozent
* USA (noch) unter 40 Prozent
* EU rund 45 Prozent
* Deutschland knapp darunter
* UK rund 42, Frankreich rund 50 Prozent
* USA (noch) unter 40 Prozent
Staatsschulden
Neue Staatsschulden sind umso mehr ein Problem, je höher die vorhandenen schon sind. Die Länder der Europäischen Union sind mit durchschnittlich 58,9 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (!) verschuldet (Achtung, das ist nicht der Anteil am Staatshaushalt, sondern an der gesamten volkswirtschaftlichen Wertschöpfung – auf die Staatshaushalte umgerechnet ergeben sich 130,9 Prozent!). In der Eurozone sind es sogar 65,3 Prozent des BIP.
Deutschland und Frankreich liegen mit 63,1 Prozent bzw. 64,4 Prozent knapp unter dem Durchschnitt des Euroraums; das sind 143,4 bzw. 129,6 Prozent der öffentlichen Haushalte.
Die USA lagen bis vor kurzem in einer ähnlichen Größenordnung; unter George W. Bush ist die Staatsverschuldung jedoch innerhalb weniger Jahre steil angestiegen und lag Ende September 2008 bei 10.025 Milliarden Dollar; das sind 72,4 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts oder 190 Prozent der öffentlichen Haushalte!
Die wirklichen Problemkandidaten sind weltweit aber Japan mit 182,8 Prozent des BIP und in Europa Italien (103,2%), Griechenland (92,4%) und Belgien (81,9%). Schon ein Zinsanstieg um ein oder zwei Prozent kann die öffentlichen Haushalte strangulieren und im schlimmsten Fall einen Staatsbankrott herbeiführen.
Quelle: Wikipedia – Stichwort Staatsverschuldung
Bitte folgende Zahlen zur Staatsverschuldung merken:
* EU knapp unter 60 Prozent des BIP = 130 Prozent der öffentlichen Haushalte
* Euroland rund 65 Prozent
* Deutschland und Frankreich knapp darunter
* Kritisch Japan, Italien, Griechenland und Belgien
* USA stark angestiegen auf fast 75 Prozent = 190% der öffentlichen Haushalte
* EU knapp unter 60 Prozent des BIP = 130 Prozent der öffentlichen Haushalte
* Euroland rund 65 Prozent
* Deutschland und Frankreich knapp darunter
* Kritisch Japan, Italien, Griechenland und Belgien
* USA stark angestiegen auf fast 75 Prozent = 190% der öffentlichen Haushalte
Derivate / "Finanzinnovationen"
Die Zahl, die mich persönlich jedoch am meisten erschreckt hat, lautet 596 Billionen. Das ist laut Spiegel das Gesamtvolumen der 2007 weltweit gehandelten Derivate in US-Dollar. Wenn diese Zahl stimmt – mir erscheint sie immer noch unglaublich –, läge das Volumen dieser "finanziellen Massenvernichtungswaffen" (Warren Buffett) beim Elffachen des Weltinlandsproduktes, also sämtlicher weltweit erzeugten Güter und Dienstleistungen. Beim Elffachen!
Das heißt, schon ein durchschnittlicher Verlust von 10 Prozent auf diese Derivate würde mehr Vermögen vernichten als all die Werte, die die gesamte Weltbevölkerung innerhalb eines Jahres erwirtschaftet. Und wenn ein erheblicher Teil von diesem Zeug überhaupt keinen Wert mehr hat, weil ihn, gleich zu welchem Preis, niemand mehr kaufen will, wird auf beängstigende Weise deutlich, weshalb das gesamte Weltfinanzsystem derzeit in seiner wohl tiefsten Krise aller Zeiten ist.
Allein die "Credit Default Swaps" (CDS), die auf Immobilienkredite verbrieften Derivate, belaufen sich, ebenfalls laut Spiegel, auf 57 Billionen Dollar.
So, ich hoffe, diese Vergleichszahlen helfen ein bisschen, in dem derzeitigen Milliarden-Hexenkessel den Überblick zu behalten. Auch wenn sie nur begrenzt dazu geeignet sind, zur Beruhigung beizutragen.
Winfried Berner


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