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Alle Kategorien > Change Management > Change Management allgemein > Change Management Kommunikation
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
Autor: Frank Marin
Erstellt: 07.01.2009 - 22:58
Betreff: Bachelorarbeit Change Management Kommunikation
Hallo!
Ich werde meine Bachelor Thesis zum Thema Kommunikation im Change Management verfassen. Teil meiner Arbeit wird es sein, bestehende CM Modelle auf deren Behandlung der Kommunikation zu untersuchen. Bisher habe ich dies anhand von Lewin's Modell (in dem Kommunikation ja nicht direkt angesprochen wird) und Kotter's 8-step Modell gemacht.
Kann mir jemand weiterhelfen was fuer Modelle sich diesbezueglich noch eignen koennten? Es sollte auf jeden Fall ein Modell sein das Kommunikation anspricht (nicht so wie Lewin).
Vielen Dank!
Benutzerbild Autor: Winfried Berner
Erstellt: 12.01.2009 - 09:14
Betreff: re: Bachelorarbeit Change Management Kommunikation
Hallo Herr Marin,

ich finde es problematisch, zwischen "Change Management" und "Change Management Kommunikation" zu trennen. Change Management ist Kommunikation. Prüfen Sie doch mal: Was bliebe vom Change Management, wenn man die Kommunikation wegließe? Wie ließe sie sich überhaupt aus dem Change Management herauslösen?

Praktisch ist eine solche Trennung am ehesten noch bei strukturellen Veränderungen vorstellbar: Bei einer Sanierung, einer Reorganisation oder einer Post-Merger-Integration, und auch bei einer IT-Implementierung, kann man einen inhaltlichen Arbeits- und Entscheidungsprozess tatsächlich mit einem eigenen Kommunikations-Programm flankieren, wie ich es in der Fallstudie Kommunikation bei einer Restrukturierung beschrieben habe.

In all diesen Fällen muss sich die Change Kommunikation notwendigerweise an den Phasen des "Basisprojekts" orientieren, deren Fortgang sie zu vermitteln beauftragt ist. Eine davon abgelöste Change Kommunikation, womöglich noch anhand eines eigenen Modells, hielte ich für groben Unfug. Sie würde von den Adressaten schnell als wohl-, aber auch hohl klingendes Geplapper, als beschwichtigendes und schönfärberisches Geschwätz durchschaut.

Bei kulturellen Veränderungen macht die Trennung aus meiner Sicht keinerlei Sinn: Kulturveränderungsprozesse sind Kommunikationsprozesse.

Insofern würde es sich meines Erachtens lohnen, die theoretische Grundannahme Ihrer Arbeit, nämlich die Abtrennung der Kommunikation vom Change Management, erheblich weiter zu durchdenken und auszubauen. Möglicherweise hilft Ihnen dabei meine Typologie der Veränderungsprozesse. Dort habe ich auch die Unterscheidung von strukturellen und kulturellen Veränderungen noch etwas weiter ausgeführt.

Falls Sie in dieser Richtung weitere Überlegungen anstellen, würde es mich interessieren zu erfahren, wohin sie Sie geführt haben.

Was universelle Change Management-Modelle betrifft, habe ich meine Sicht gerade in einem anderen Thread dargelegt und dem aktuell nichts hinzuzufügen.

Viel Erfolg und
freundliche Grüße

Winfried Berner
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
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