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Alle Kategorien > Change Management > Change Management allgemein > Change Management Modelle
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
Autor: Sebastian G.
Erstellt: 21.08.2008 - 15:40
Betreff: Change Management Modelle
Hallo Zusammen,

ich schreibe meine Diplomarbeit unter dem Thema: "Change Management bei der Einführung eines Wissensportals".

Für dieses Thema möchte ich im Hauptteil verschiedene Change Management Modelle vorstellen und diese auf die Tauglichkeit für die Einführung eines Wissensportals überprüfen.

Bisher habe ich folgende Modelle entdeckt:
- das Modell von Kotter
- das Modell von Kurt Lewin
- Change Kaleidoscope von Julia Balogun und V.Hailey (1999, Neuauflage 2003: Exploring Strategic Change)
- ADKAR von Jeff Hiatt (muss ich mir noch anschauen)
- The 7-S Framework von McKinsey (habe ich gerade gefunden, aber mir fehlt noch eine Originalquelle)

Am Ende möchte ich aus den Modellen, die richtigen Phasen entnehmen, um die richtige Maßnahme für die Einführung des Wissensportals vorzunehmen.

Gibt es noch ein gutes Modell, welches ich in meine Überlegungen einfließen lasssen kann?

Viele der Modelle liefern auch keine konkreten Maßnahmen, wie z.B. Kommunikation geschehen kann. Kann mir jemand, neben den Ideen auf der Internetseite der Umsetzungsberatung, vielleicht noch eine Internetseite oder ein Buch nennen, in welchem Change-Instrumente genauer beschrieben sind.

Ich danke schon einmal.

Lieben Gruß,
Sebastian
Benutzerbild Autor: Winfried Berner
Erstellt: 23.08.2008 - 09:43
Betreff: re: Change Management Modelle
Hallo Sebastian,

auch nach mehrfachem Lesen Ihrer Fragestellung habe ich Ihren Gedankengang nicht wirklich verstanden:

Wenn ich Sie richtig verstehe, wollen Sie verschiedene Change Management-Modelle auf ihre Tauglichkeit für die Einführung eines Wissensportals überprüfen.

 Mit welcher Methodik / anhand welcher Kriterien oder Maßstäbe wollen Sie das machen?

Weiter wollen Sie daraus "die richtigen Phasen" für Ihre Zwecke entnehmen.

 Woher wissen Sie, was "die richtigen Phasen" sind?
 Was veranlasst Sie zu glauben, dass die Phasen aus verschiedenen Modellen zusammenpassen und sich zu einem schlüssigen Gesamtablauf zusammenfügen lassen, wo doch die Denk- und Strukturierungsansätze der verschiedenen Modelle wie auch ihr Detaillierungsgrad völlig unterschiedlich sind?
 Warum erscheinen ihnen überhaupt die Phasen so wichtig, dass sie sie zum Gerüst ihres Herangehens machen?

Schließlich suchen Sie nach "Change-Instrumenten".

 Anhand welcher Kriterien wählen Sie aus der Vielfalt möglicher Methoden und Instrumente – auf einige hundert werden Sie da schon kommen, wenn auch alles andere als trennscharf voneinander abgegrenzt – diejenigen aus, die für Ihren Zweck bzw. ihre jeweilige Phase die geeignetsten sind?
 Was genau erwarten Sie sich von einer Beschreibung der "Change-Instrumente"?

Aufgrund meiner Erfahrung mit Veränderungsprozessen meine ich, dass Sie mit diesem Vorgehen nicht zum Ziel kommen, sondern allenfalls eine weitere akademische "Kopfgeburt" hervorbringen werden. Bevor Sie weiter über Phasen und Instrumente nachdenken, scheint mir ein Punkt vordringlich zu sein, nämlich die Klärung der Problemlage. Denn solange nicht klar herausgearbeitet ist, was eigentlich das Problem ist, das bei der Einführung eines Wissensportals gelöst werden muss, ist die Wahl des Modells ebenso beliebig wie die von Methoden und Instrumenten.

Die erste und dringlichste Frage ist aus meiner Sicht daher:
 Was ist überhaupt das Problem bei der Einführung eines Wissensportals?
 Bedarf es dafür überhaupt eines Change Managements?
 Wenn ja: Zu welchem Zweck? Worin genau besteht das Problem, das das Change Management lösen soll?

Erst wenn Sie eine klare Antwort auf diese Fragen haben, ergeben weitergehende Überlegungen einen Sinn. Erst dann ist es überhaupt möglich, unterschiedliche Vorgehensmodelle darauf zu überprüfen, ob sie zu Ihrer Problemlage passen. Falls ein Modell, das explizit oder implizit von einer deutlich anderen Problemlage ausgeht, sollte es Sie nicht verwundern, wenn es für Ihre Fragestellung nicht viel hergibt. Das spricht keineswegs gegen das jeweilige Modell, denn vermutlich kann und wird kein Modell für sämtliche Typen von Veränderungsprozessen passen.

Mein Vorschlag wäre daher, dass Sie sich einmal in dieser Richtung Gedanken machen. Wenn Sie dann weitere Fragen oder Diskussionspunkte haben, können Sie sie gern wieder hier einbringen.

Freundliche Grüße

Winfried Berner
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
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