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Alle Kategorien > Change Management > Change Management allgemein > Differenzierung Innoavtions-/Changemanagement
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
Autor: Julia Romankiewicz
Erstellt: 02.09.2009 - 15:48
Betreff: Differenzierung Innoavtions-/Changemanagement
Guten Tag,

ich sitze gerade an der Konzeption für eine Seminararbeit für das Themengebiet Veränderungsmanagement.
Nun bin ich mir nicht ganz im Klaren wo genau der Unterschied zwischen Innovations- und Changemanagement liegt. IM bezieht sich nur auf gänzlich neues, wobei CM ja nur generell eine Veränderung bedeutet aber nichts über den Neuheitsgrad aussagt das wäre eine Erklärung denke ich. Wie kann man IM und CM noch differnzieren?
Und in welcher Beziehung stehen die beiden: ist Im dem CM übergeordnet?
Danke für Ihre Hilfe.

Viele Grüße
Julia
Benutzerbild Autor: Winfried Berner
Erstellt: 05.09.2009 - 09:47
Betreff: re: Differenzierung Innoavtions-/Changemanagement
Guten Morgen, Frau Romankiewicz,

Sie scheinen implizit davon auszugehen, dass Begriffe eine "wahre" oder doch zumindest eine allgemein anerkannte, feststehende Bedeutung haben. Das ist jedoch weder in der Wissenschaft noch in der Praxis der Fall, und im Management schon gar nicht.

Zum Sprachgebrauch in der Wissenschaft will ich mich hier nicht äußern; im Management haben Begriffe in aller Regel eine sehr pragmatische, flexible, und oftmals eine deklatorische und/oder propagandistische Funktion.

So kann der Begriff "Innovationsmanagement" zum Beispiel bedeuten: "Wir brauchen (oder: wir haben, oder: wir bieten) eine halbwegs geordnete Vorgehensweise, um Innovationen besser als bisher hervorbringen und/oder zum Erfolg führen zu können."

Entsprechend mag der Begriff "Change Management" zum Beispiel bedeuten: "Wir brauchen (oder: wir haben, oder: wir bieten) eine halbwegs geordnete Vorgehensweise, um Veränderungen besser als bisher steuern und/oder zum Erfolg führen zu können."

Statt weiter nach der wahren Bedeutung der Worte zu suchen, die es vermutlich gar nicht gibt, wäre daher mein Vorschlag, dass Sie einfach festlegen, wie Sie sie für Ihre Arbeit zu verwenden beabsichtigen. Sagen Sie klar und mutig: "Unter I.M. verstehe ich hier: …" Das mag Ihnen willkürlich vorkommen, aber es ist weit weniger willkürlich als die übliche undefinierte und unerklärte Verwendung der Begriffe.

Bei so plastischen und (ver)formbaren Begriffen wird es Ihnen auch kaum gelingen, eine eindeutige Beziehung zwischen ihnen zu finden. In der Praxis ist ihre Relation wohl ungefähr so:

Um Innovationen erfolgreich zu realisieren, ist es in vielen Fällen notwendig, nicht nur die sachliche und prozessuale Seite im Auge zu haben, sondern auch die menschliche und organisationsdynamische, also die "People Side of Change". Hier kommt das Change Management ins Spiel.

Umgekehrt ist die Unterstützung bei der erfolgreichen Realisierung von Innovationen eines von vielen Arbeitsfeldern des Change Management.

Demnach gibt es keine Über- oder Unterordnung, wohl aber einen Überschneidungsbereich.

Freundliche Grüße

Winfried Berner
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
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