Sehr geehrter Herr Berner,
auch ich möchte mich einigen Vorrednern (oder besser: Vorschreibern) anschließen und Ihnen für diesen überaus gelungenen Web-Auftritt danken!
Meine Frage hat etwas mit dem uralten Dilemma vom Huhn und dem Ei zu tun. Derzeit konzipiere ich eine Art "internen Leitfaden" für das Change Management, der meinen Kollegen, die im Wesentlichen auf betriebswirtschaftliche Fragestellungen fokussiert sind, bei ihrer Beratungstätigkeit Handlungsoptionen auf diesem Feld aufzeigen soll. Für den Ablauf der wirtschaftlichen Untersuchungen liegt bereits eine Prozesslandkarte vor.
Der erste Schritt dieser Prozesslandkarte sieht vor, gemeinsam mit dem Kunden eine Art "Ausgangslage" zu erstellen, um aus betriebswirtschaftlicher Sicht festzustellen, wo man steht und wo man hin will. Um diese Ausgangslage zu erstellen, wird i.d.R. beim Kunden eine erste Datenerhebung durchgeführt. Dies führt regelmäßig zu dem bekannten Aufschrecken innerhalb der Kundenorganisation, nach dem Motto: "Warum wollen die das wissen?". Damit einher geht der Aufbau erster Fronten.
Ergo müsste bereits diese Maßnahme durch geeignete CM-Schritte begleitet werden, oder mit anderen Worten: Eigentlich müssten bereits zu diesem frühen Zeitpunkt die wesentlichen Analysen (Stakeholder, Kraftfelder, etc.) abgeschlossen und entsprechende Strategien entwickelt worden sein. Auf der Zeitachse ist dies aber kaum zu koordinieren.
Um diesem Problem zu begegnen, könnte man natürlich ganz allgemein über die Veränderungen informieren, die im Rahmen des Projektes denkbar sind. Da der Kunde sich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht für einen Weg entschieden hat, halte ich das für sehr gefährlich. Womöglich entwickeln sich dadurch Widerstände, die im weiteren Verlauf das ganze Projekt behindern, eigentlich aber gegenstandslos sind.
Haben Sie Erfahrung mit diesem Dilemma?
Beste Grüße,
Marc Rohde
auch ich möchte mich einigen Vorrednern (oder besser: Vorschreibern) anschließen und Ihnen für diesen überaus gelungenen Web-Auftritt danken!
Meine Frage hat etwas mit dem uralten Dilemma vom Huhn und dem Ei zu tun. Derzeit konzipiere ich eine Art "internen Leitfaden" für das Change Management, der meinen Kollegen, die im Wesentlichen auf betriebswirtschaftliche Fragestellungen fokussiert sind, bei ihrer Beratungstätigkeit Handlungsoptionen auf diesem Feld aufzeigen soll. Für den Ablauf der wirtschaftlichen Untersuchungen liegt bereits eine Prozesslandkarte vor.
Der erste Schritt dieser Prozesslandkarte sieht vor, gemeinsam mit dem Kunden eine Art "Ausgangslage" zu erstellen, um aus betriebswirtschaftlicher Sicht festzustellen, wo man steht und wo man hin will. Um diese Ausgangslage zu erstellen, wird i.d.R. beim Kunden eine erste Datenerhebung durchgeführt. Dies führt regelmäßig zu dem bekannten Aufschrecken innerhalb der Kundenorganisation, nach dem Motto: "Warum wollen die das wissen?". Damit einher geht der Aufbau erster Fronten.
Ergo müsste bereits diese Maßnahme durch geeignete CM-Schritte begleitet werden, oder mit anderen Worten: Eigentlich müssten bereits zu diesem frühen Zeitpunkt die wesentlichen Analysen (Stakeholder, Kraftfelder, etc.) abgeschlossen und entsprechende Strategien entwickelt worden sein. Auf der Zeitachse ist dies aber kaum zu koordinieren.
Um diesem Problem zu begegnen, könnte man natürlich ganz allgemein über die Veränderungen informieren, die im Rahmen des Projektes denkbar sind. Da der Kunde sich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht für einen Weg entschieden hat, halte ich das für sehr gefährlich. Womöglich entwickeln sich dadurch Widerstände, die im weiteren Verlauf das ganze Projekt behindern, eigentlich aber gegenstandslos sind.
Haben Sie Erfahrung mit diesem Dilemma?
Beste Grüße,
Marc Rohde


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