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Alle Kategorien > Change Management > Change Management allgemein > Typologie von Veränderungsvorhaben
Anzahl Nachrichten: 4 - Seiten (1): [1]
Autor: Susanne Beyer
Erstellt: 04.02.2008 - 16:39
Betreff: Typologie von Veränderungsvorhaben
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit viel Interesse habe ich auf Ihrer Homepage den
Beitrag zum Thema Change Management gelesen. Da ich
derzeit an einer Diplomarbeit zu diesem Thema
schreibe, interessieren mich besonders die Arten von
Change Management(Typologisierung). Ich finde Ihre Systematisierung
sehr gelungen und würde mich diesbezüglich gerne näher
informieren. Existiert zu dieser Darstellung eine
Literaturquelle? Falls ja, wären Sie so freundlich mir
diese mitzuteilen? Das würde mir bei meiner Arbeit
sehr weiterhelfen.

Vielen Dank für Ihr Bemühen.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Beyer

______________________________________
Dieser Thread wurde aus dem alten Diskussionsforum übernommen, deshalb hat sich das Datum geändert. Der ursprüngliche Eintrag datiert vom 10.2.2004
Benutzerbild Autor: Winfried Berner
Erstellt: 04.02.2008 - 16:40
Betreff: re: Typologie von Veränderungsvorhaben
Hallo Frau Beyer,

die Typologie der Veränderungsprozesse ist, wie manches andere auf dieser Website, eine Eigenentwicklung. Sie entstand schon Anfang der 90-er Jahre, noch zu meinen BCG-Zeiten für einen internen Vortrag für die "Practice Area Organization", der ich seit ihrer Gründung angehörte.

Anlass für die Entwicklung war, dass es in dem vorausgegangenem Meeting zu einer heftigen Kontroverse über Prinzipien des Change Management gekommen war, bis sich herausstellte, dass das eine Lager eher an Veränderungsvorhaben vom Typus Turnaround / Sanierung / Kostensendung gedacht hatte, während das andere Lager stillschweigend eher von Vorhaben zur Veränderung der Unternehmenskultur ausgegangen war. Damals habe ich zum ersten Mal begriffen, dass für unterschiedliche Arten von Veränderungsvorhaben völlig unterschiedliche "Spielregeln" gelten können.

Seither habe ich dieses Modell zwar vielfach in Vorträgen und Seminaren verwendet; veröffentlicht wurde sie aber, soweit ich mich erinnere, erstmals im Jahr 2000 auf der Vorläufer-Version dieser Website. Sie können daher unsere Website getrost als Quelle zitieren, wie im Seitenfuß angegeben.

Freundliche Grüße

Winfried Berner
Autor: Angela S.
Erstellt: 04.02.2008 - 16:41
Betreff: re: re: Typologie von Veränderungsvorhaben
Sehr geehrter Herr Berner,

wo müßte man Ihrer Meinung nach in der Matrix die Implementierung eines IT-Systems einordnen? Da die Platzierung sicherlich davon abhängt, wie sehr sich durch das neue System Prozesse und daraus resultierend auch aufbaouorganisatorisch etwas verändert, wäre meine These, daß man das Feld "Einführung eines IT-Systems" ca. auf Höhe vom TQM horizontal über die gesamte Matrix ziehen könnte. Was meinen Sie dazu?

Mit freundlichen Grüßen,
A. S.
Benutzerbild Autor: Winfried Berner
Erstellt: 04.02.2008 - 16:42
Betreff: re: re: re: Typologie von Veränderungsvorhaben
Hallo Frau S.,

danke für den Hinweis: Die IT-Systeme müssten wir in der Grafik endlich mal nachtragen.

Mit etwa der "Höhe von TQM" bin ich einverstanden; ich habe es in meinen Vortragsfolien ein klein bisschen unterhalb davon angesiedelt, aber das ändert an der Aussage und den Schlussfolgerungen wenig. Mit "horizontal über die gesamte Matrix" machen Sie die Bandbreite meines Erachtens zu weit auf; so grundlegende Einstellungs- und Verhaltensänderungen bringen IT-Systeme normalerweise nicht mit sich. Deshalb ordne ich sie eher unterhalb der Mitte ein. Ausnahmen sind natürlich möglich, etwa wenn eine Standardsoftware die gesamte bisherige Arbeitsweise auf den Kopf stellt.

Um die Aussagekraft der Matrix nicht zu verwässern, versuche ich, mit der Einordnung den typischen Fall abzubilden. Wenn man die gesamte theoretisch denkbare Bandbreite zugrunde legen würde, dann würden sich viele Felder sehr stark überlagern, aber die Differenzierung zwischen unterschiedlichen Typen von Veränderungsprozessen ginge verloren. Dann hätten wir sozusagen einen Stapel von übereinander liegenden Pfannekuchen, die nur an verschiedenen Stellen unterschiedlich dick wären. Das wäre nicht nur grafisch unbefriedigend, sondern auch von fraglichem Nutzen.

Ihr Hinweis macht aber eines deutlich: Dass man sich nicht sklavisch an die von mir vorgeschlagene Einordnung halten, sondern sich die Besonderheiten des jeweiligen Einzelfalls ansehen sollte.

Mit Dank und Gruß

Winfried Berner
Anzahl Nachrichten: 4 - Seiten (1): [1]
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