Die Buchbesprechung von Herrn Berner unter Ermutigung – eine der wichtigsten Führungsfähigkeiten überhaupt
hat mich im wahrsten Sinne des Wortes ermutigt, einen Eintrag zum Thema "Ermutigung" zu wagen.
Kritik kennen wir, auch konstruktive Kritik. Das alles sind Wortschöpfungen, Betrachtungsweisen und Handlungen einer Gesellschaft, die auf Fehler schaut. Lob, kennt jeder, wenn auch nicht unbedingt aus der eigenen Erfahrung. Aber das Wort haben wir schon einmal gehört.
Wo ist nun der Unterschied zwischen Lob und Ermutigung?
Nun, das Lob geht auf eine vollendete Handlung, z.B. zum achtjährigen Kind "Thomas, das hast Du gut gemacht." Das gesagte erntet ein Lächeln, zumindest macht das Kind weiter.
Eine Ermutigung könnte folgendermaßen klingen: "Thomas, Du kannst wundervoll bauen. Da sind ja richtige Türen in Deiner Sandburg zu sehen. Du bist ein aufmerksamer Beobachter und guter Baumeister." Eine Ermutigung geht immer auf die ganze Person, ist nicht "nur so" dahingesagt, und enthält im Idealfall sogar eine Begründung, die wiederum auf die gesamte Person geht. Sie setzt voraus, dass ich mich mit der Person ernsthaft beschäftige/beschäftigt habe.
Theoretisch betrachtet ist Ermutigung im Sinne der Individualpsychologie ein einfaches Gebäude bestehend aus einem
Fundament = Ermutigung,
zwei Säulen : Säule 1 = Annehmen der Person, Säule 2 = Beitragen/Tun und einem Querträger = das Zugehörigkeitsgefühl.
Ein Mensch, der ermutigt ist, einerseits aus sich selbst heraus, andererseits durch seine Mitmenschen, trägt zum Leben bei und fühlt sich zugehörig.
Ein entmutigter Mensch trägt nicht bei und fühlt sich nicht zugehörig. Die Konsequenzen kann sich jede/r Leserin lebhaft vorstellen.
Ich freue mich über Rückmeldungen
Christa Nehls
Dipl. Individualpsychologische Beraterin (ASI)
______________________________________
Dieser Thread wurde aus dem alten Diskussionsforum übernommen, deshalb hat sich das Datum geändert.
Der ursprüngliche Eintrag datiert vom 30.1.2006
hat mich im wahrsten Sinne des Wortes ermutigt, einen Eintrag zum Thema "Ermutigung" zu wagen.
Kritik kennen wir, auch konstruktive Kritik. Das alles sind Wortschöpfungen, Betrachtungsweisen und Handlungen einer Gesellschaft, die auf Fehler schaut. Lob, kennt jeder, wenn auch nicht unbedingt aus der eigenen Erfahrung. Aber das Wort haben wir schon einmal gehört.
Wo ist nun der Unterschied zwischen Lob und Ermutigung?
Nun, das Lob geht auf eine vollendete Handlung, z.B. zum achtjährigen Kind "Thomas, das hast Du gut gemacht." Das gesagte erntet ein Lächeln, zumindest macht das Kind weiter.
Eine Ermutigung könnte folgendermaßen klingen: "Thomas, Du kannst wundervoll bauen. Da sind ja richtige Türen in Deiner Sandburg zu sehen. Du bist ein aufmerksamer Beobachter und guter Baumeister." Eine Ermutigung geht immer auf die ganze Person, ist nicht "nur so" dahingesagt, und enthält im Idealfall sogar eine Begründung, die wiederum auf die gesamte Person geht. Sie setzt voraus, dass ich mich mit der Person ernsthaft beschäftige/beschäftigt habe.
Theoretisch betrachtet ist Ermutigung im Sinne der Individualpsychologie ein einfaches Gebäude bestehend aus einem
Fundament = Ermutigung,
zwei Säulen : Säule 1 = Annehmen der Person, Säule 2 = Beitragen/Tun und einem Querträger = das Zugehörigkeitsgefühl.
Ein Mensch, der ermutigt ist, einerseits aus sich selbst heraus, andererseits durch seine Mitmenschen, trägt zum Leben bei und fühlt sich zugehörig.
Ein entmutigter Mensch trägt nicht bei und fühlt sich nicht zugehörig. Die Konsequenzen kann sich jede/r Leserin lebhaft vorstellen.
Ich freue mich über Rückmeldungen
Christa Nehls
Dipl. Individualpsychologische Beraterin (ASI)
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Dieser Thread wurde aus dem alten Diskussionsforum übernommen, deshalb hat sich das Datum geändert.
Der ursprüngliche Eintrag datiert vom 30.1.2006


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