Liebe Change Manager,
noch nie hat ein neuer Artikel auf dieser Website innerhalb weniger Tage so viel Resonanz ausgelöst wie der zum Thema Verwöhnung. Zwar sind keine "Waschkörbe von Zuschriften" eingegangen, aber außergewöhnlich viele Blitz-Feedbacks und E-Mails – und das, obwohl der Artikel wegen seiner Länge eigentlich nicht zum Online-Lesen einlädt. Dass sie bislang durchweg zustimmend sind, freut mich einerseits, irritiert mich aber auch ein bisschen: Habe ich zu "sozialverträglich" formuliert? Sind Sie sicher, dass nur "die anderen" gemeint waren?
Mit diesem Forumsbeitrag möchte ich auf einige Punkte eingehen, die in den E-Mails und Feedbacks angesprochen wurden: teils um meine Aussagen zu präzisieren, teils um Missverständnisse zu korrigieren, teils um zur weiteren Diskussion dieses Themas anzuregen, das in meinen Augen ein Schlüsselproblem unserer gegenwärtigen Wirtschaft und Gesellschaft ist.
Verwöhnung in der Erziehung
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In einem Feedback wird kritisiert, dass der Artikel nur wenig auf die Verwöhnung von Kindern knapp eingeht. Das stimmt, ist aber beabsichtigt: Gegenstand dieser Website sind Veränderungsprozesse in Unternehmen und Organisationen – schon mit der Komplexität dieses Themenfelds haben wir auf Jahre hinaus genug zu tun. Wir werden uns daher hüten, auch noch das Fass der Erziehung aufzumachen. Statt einem ausführlichen Kommentar daher der Hinweis auf ein empfehlenswertes Buch:
Wünsch, Albert: Die Verwöhnungsfalle – Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit; München (Kösel-Verlag) 2000; 238 Seiten
Ein Satz, der mich zunächst erschreckt hat, stand in einem weiteren Blitz-Feedback: "Zu dem Verwöhnen von Kindern hätte ich mir noch eine kleine Ausführung in die Richtung gewünscht: Zeit, die Eltern aktiv aufwenden, um mit ihren Kindern etwas zu unternehmen, ist auch Verwöhnen, aber im positiven Sinn, denn das gibt Motivation zu eigenständigem Denken und den Willen, etwas auszuprobieren. Eltern, die ihre Kinder weitgehend vor Fernsehen und Computer "ablegen", fördern die Konsumhaltung – ich werde unterhalten und ich muss dafür nicht aktiv werden."
Das ist ein grundlegendes Missverständnis, liebe(r) Schreiber(in): Liebevolle Zuwendung und gemeinsame Aktivitäten haben nichts, aber auch überhaupt nichts mit Verwöhnung zu tun! Offensichtlich lockt uns hier der von der Werbung und sonstigen Schludereien versaute Sprachgebrauch in eine Falle: Dort wird der Begriff "Verwöhnung" oft verwendet im Sinne von: sich selbst oder anderen etwas Gutes tun ("Verwöhnen Sie Ihre Haut ..." / "Wir laden Sie ein zu einem Verwöhn-Wochenende ..."). Im Grunde ist das eine grobe Irreführung, denn mit dem individualpsychologischen Begriff von Verwöhnung hat das überhaupt nichts zu tun – es liegt ja weder die Verweigerung eines angemessenen Beitrags noch eine Unausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung vor. Im Gegenteil: Diese "Verwöhnangebote" sollen uns ja dazu veranlassen, mehr von unserem Geld auszugeben ("Gegenleistung") als wir eigentlich wollten, um uns etwas angeblich besonders Gutes zu tun.
Halten wir deshalb fest: Nicht alles, was gut tut, ist automatisch Verwöhnung!!
Die individualpsychologische Kritik an Verwöhnung darf keinesfalls als Aufforderung zu einem menschenfeindlichen Puritanismus missverstanden werden, à la "Gelobt sei, was hart macht!" Zuwendung, Körperkontakt und Kommunikation sind für die Entwicklung von Kindern ebenso wichtig wie Ernährung und Körperpflege. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die sprachliche, geistige und soziale Entwicklung von Kindern nur durch Kommunikation mit anderen Menschen gefördert wird, nicht aber durch Fernsehen und Videos. Auch als Erwachsene brauchen wir Geborgenheit und soziale Beziehungen, und es hat nichts mit Verwöhnung zu tun, wenn wir uns das zugestehen.
Der "angemessene Beitrag"
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Die Natur hat den Menschen nun einmal so geschaffen, dass er in seinen ersten (und letzten) Lebensjahren auf fremde Hilfe angewiesen ist. Damit ist seine "Leistungsbilanz" in diesen Jahren zwangsläufig im Minus. Die "Kindheit" ist eine Strategie der Evolution und keine Verwöhnung. Aber dies stellt den Menschen vor die Aufgabe, sich von dieser Fremdversorgung schrittweise zu emanzipieren und in eine wachsende Eigenverantwortung hineinzuwachsen – das natürliche Bedürfnis von Kindern, "groß" zu werden.
Verwöhnung setzt dort ein, wo ein Kind sich weigert oder – häufiger – durch Erwachsene daran gehindert wird, die altersgemäße Eigenverantwortung zu übernehmen und seinen altersgemäßen Beitrag zum Funktionieren des sozialen Systems zu leisten. In diesem Sinne hat die Zwischenlagerung von Kindern vor dem Fernseher oder Computer sehr viel mehr mit Verwöhnung zu tun als gemeinsame Aktivitäten – genau wie es die Leserin oder der Leser treffend beschrieben hat: "Ich werde unterhalten und ich muss dafür nicht aktiv werden." Überdies deutet sie auf eine verwöhnte Grundhaltung der Eltern: "Wenn mir meine Kinder zu viel werden, nutze ich Computer und Fernsehen, um sie ruhig zu stellen und selber meine Ruhe zu haben!"
Gemeinsame Aktivitäten fordern und ermutigen das Kind und helfen ihm so, Selbstvertrauen und Eigenverantwortlichkeit zu entwickeln: Es lernt, einen Ball zu fangen, auf einen Felsen zu klettern, auf einem Baumstamm zu balancieren – und ist am Abend stolz und zufrieden, etwas Neues gelernt, etwas geleistet zu haben. Anders wenn ein Kind (oder ein Jugendlicher oder ein Erwachsener) den Nachmittag vor dem Fernseher verbracht hat: Dies hinterlässt in aller Regel keine Zufriedenheit, sondern eher eine diffuse Unzufriedenheit: Eigentlich nicht gemacht, nichts erlebt, nichts gelernt, nur Zeit totgeschlagen.
Im Grunde ist das vergleichbar mit der Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Das ist auch keine Verwöhnung, sondern eine sinnvolle und notwendige Investition des Unternehmens bzw. des Vorgesetzten und der Kollegen. Aber die Einarbeitung muss in die schrittweise (und eher zügige!) Übernahme von Eigenverantwortung und den baldigen Übergang zu echter eigener Wertschöpfung münden. Wenn sich Einarbeitungsphasen auf zahlreiche Monate oder sogar mehrere Jahre erstrecken, stellt sich die Frage, ob sie die Betroffenen nicht unterfordern und damit entmutigen. Auch bei manchen Trainee-Programmen wäre zu prüfen, ob sie nicht institutionalisierte Verwöhnung sind. Interessanterweise ist nach meinen Beobachtungen die Zufriedenheit der so "über-eingearbeiteten" Mitarbeiter nicht sonderlich hoch.
Verwöhnte Führungskräfte
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Ein weiterer kritischer Hinweis in einem Blitz-Feedback lautete: Der Artikel "vernachlachlässigt faule, verwöhnte und selbst-unkritische Führungskräfte". Wenn das so ist, besteht hier dringender Korrekturbedarf. Denn verwöhnte Führungskräfte sind in der Tat ein noch größeres Problem als verwöhnte Mitarbeiter, weil sie deren Verwöhnung nicht entgegenwirken, sondern sie potenzieren. So spielen die Führungskräfte bei betrieblicher Verwöhnung oftmals eine Vorreiterrolle, indem sie etwa darauf bestehen, dass ihnen bestimmte Dinge "ganz einfach zustehen". Nicht selten stehen gerade die Vorgesetzten dem Abbau von Verwöhnung im Wege, indem sie auf Status, Stellen und Privilegien beharren, statt sich um vernünftige Lösungen zu bemühen.
Auch wenn man sieht, welchen Saustall ehrbare deutsche Manager nach einem ganz normalen Inlandsflug in der Business Class einer Lufthansa-Maschine hinterlassen oder wie manche Meetingräume am Veranstaltungsende aussehen, muss man sich fragen, ob es zum Selbstverständnis von Führungskräften gehört, ihren Dreck einfach fallen zu lassen, damit andere ihn wegräumen.
Prinzipiell gilt aber für den Abbau von Verwöhnung bei Führungskräften das Gleiche wie für den Abbau von Verwöhnung bei "normalen Sterblichen", und der ist in dem Artikel ausführlich und mit all seinen Widrigkeiten beschrieben. Hinzuzufügen wäre allenfalls noch: Wer als Top Manager sich selbst oder die mittleren Führungsebenen beim Abbau von Verwöhnung ausklammert, wird nicht weit damit kommen.
Soviel fürs Erste – ich bin gespannt auf weitere Anmerkungen und Feedbacks!
Eine in diesem Sinne nachdenkliche Vorweihnachtszeit
wünscht Ihnen
Winfried Berner
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Dieser Thread wurde aus dem alten Diskussionsforum übernommen, deshalb hat sich das Datum geändert.
Der ursprüngliche Eintrag datiert vom 7.11.2003
noch nie hat ein neuer Artikel auf dieser Website innerhalb weniger Tage so viel Resonanz ausgelöst wie der zum Thema Verwöhnung. Zwar sind keine "Waschkörbe von Zuschriften" eingegangen, aber außergewöhnlich viele Blitz-Feedbacks und E-Mails – und das, obwohl der Artikel wegen seiner Länge eigentlich nicht zum Online-Lesen einlädt. Dass sie bislang durchweg zustimmend sind, freut mich einerseits, irritiert mich aber auch ein bisschen: Habe ich zu "sozialverträglich" formuliert? Sind Sie sicher, dass nur "die anderen" gemeint waren?
Mit diesem Forumsbeitrag möchte ich auf einige Punkte eingehen, die in den E-Mails und Feedbacks angesprochen wurden: teils um meine Aussagen zu präzisieren, teils um Missverständnisse zu korrigieren, teils um zur weiteren Diskussion dieses Themas anzuregen, das in meinen Augen ein Schlüsselproblem unserer gegenwärtigen Wirtschaft und Gesellschaft ist.
Verwöhnung in der Erziehung
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In einem Feedback wird kritisiert, dass der Artikel nur wenig auf die Verwöhnung von Kindern knapp eingeht. Das stimmt, ist aber beabsichtigt: Gegenstand dieser Website sind Veränderungsprozesse in Unternehmen und Organisationen – schon mit der Komplexität dieses Themenfelds haben wir auf Jahre hinaus genug zu tun. Wir werden uns daher hüten, auch noch das Fass der Erziehung aufzumachen. Statt einem ausführlichen Kommentar daher der Hinweis auf ein empfehlenswertes Buch:
Wünsch, Albert: Die Verwöhnungsfalle – Für eine Erziehung zu mehr Eigenverantwortlichkeit; München (Kösel-Verlag) 2000; 238 Seiten
Ein Satz, der mich zunächst erschreckt hat, stand in einem weiteren Blitz-Feedback: "Zu dem Verwöhnen von Kindern hätte ich mir noch eine kleine Ausführung in die Richtung gewünscht: Zeit, die Eltern aktiv aufwenden, um mit ihren Kindern etwas zu unternehmen, ist auch Verwöhnen, aber im positiven Sinn, denn das gibt Motivation zu eigenständigem Denken und den Willen, etwas auszuprobieren. Eltern, die ihre Kinder weitgehend vor Fernsehen und Computer "ablegen", fördern die Konsumhaltung – ich werde unterhalten und ich muss dafür nicht aktiv werden."
Das ist ein grundlegendes Missverständnis, liebe(r) Schreiber(in): Liebevolle Zuwendung und gemeinsame Aktivitäten haben nichts, aber auch überhaupt nichts mit Verwöhnung zu tun! Offensichtlich lockt uns hier der von der Werbung und sonstigen Schludereien versaute Sprachgebrauch in eine Falle: Dort wird der Begriff "Verwöhnung" oft verwendet im Sinne von: sich selbst oder anderen etwas Gutes tun ("Verwöhnen Sie Ihre Haut ..." / "Wir laden Sie ein zu einem Verwöhn-Wochenende ..."). Im Grunde ist das eine grobe Irreführung, denn mit dem individualpsychologischen Begriff von Verwöhnung hat das überhaupt nichts zu tun – es liegt ja weder die Verweigerung eines angemessenen Beitrags noch eine Unausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung vor. Im Gegenteil: Diese "Verwöhnangebote" sollen uns ja dazu veranlassen, mehr von unserem Geld auszugeben ("Gegenleistung") als wir eigentlich wollten, um uns etwas angeblich besonders Gutes zu tun.
Halten wir deshalb fest: Nicht alles, was gut tut, ist automatisch Verwöhnung!!
Die individualpsychologische Kritik an Verwöhnung darf keinesfalls als Aufforderung zu einem menschenfeindlichen Puritanismus missverstanden werden, à la "Gelobt sei, was hart macht!" Zuwendung, Körperkontakt und Kommunikation sind für die Entwicklung von Kindern ebenso wichtig wie Ernährung und Körperpflege. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die sprachliche, geistige und soziale Entwicklung von Kindern nur durch Kommunikation mit anderen Menschen gefördert wird, nicht aber durch Fernsehen und Videos. Auch als Erwachsene brauchen wir Geborgenheit und soziale Beziehungen, und es hat nichts mit Verwöhnung zu tun, wenn wir uns das zugestehen.
Der "angemessene Beitrag"
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Die Natur hat den Menschen nun einmal so geschaffen, dass er in seinen ersten (und letzten) Lebensjahren auf fremde Hilfe angewiesen ist. Damit ist seine "Leistungsbilanz" in diesen Jahren zwangsläufig im Minus. Die "Kindheit" ist eine Strategie der Evolution und keine Verwöhnung. Aber dies stellt den Menschen vor die Aufgabe, sich von dieser Fremdversorgung schrittweise zu emanzipieren und in eine wachsende Eigenverantwortung hineinzuwachsen – das natürliche Bedürfnis von Kindern, "groß" zu werden.
Verwöhnung setzt dort ein, wo ein Kind sich weigert oder – häufiger – durch Erwachsene daran gehindert wird, die altersgemäße Eigenverantwortung zu übernehmen und seinen altersgemäßen Beitrag zum Funktionieren des sozialen Systems zu leisten. In diesem Sinne hat die Zwischenlagerung von Kindern vor dem Fernseher oder Computer sehr viel mehr mit Verwöhnung zu tun als gemeinsame Aktivitäten – genau wie es die Leserin oder der Leser treffend beschrieben hat: "Ich werde unterhalten und ich muss dafür nicht aktiv werden." Überdies deutet sie auf eine verwöhnte Grundhaltung der Eltern: "Wenn mir meine Kinder zu viel werden, nutze ich Computer und Fernsehen, um sie ruhig zu stellen und selber meine Ruhe zu haben!"
Gemeinsame Aktivitäten fordern und ermutigen das Kind und helfen ihm so, Selbstvertrauen und Eigenverantwortlichkeit zu entwickeln: Es lernt, einen Ball zu fangen, auf einen Felsen zu klettern, auf einem Baumstamm zu balancieren – und ist am Abend stolz und zufrieden, etwas Neues gelernt, etwas geleistet zu haben. Anders wenn ein Kind (oder ein Jugendlicher oder ein Erwachsener) den Nachmittag vor dem Fernseher verbracht hat: Dies hinterlässt in aller Regel keine Zufriedenheit, sondern eher eine diffuse Unzufriedenheit: Eigentlich nicht gemacht, nichts erlebt, nichts gelernt, nur Zeit totgeschlagen.
Im Grunde ist das vergleichbar mit der Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Das ist auch keine Verwöhnung, sondern eine sinnvolle und notwendige Investition des Unternehmens bzw. des Vorgesetzten und der Kollegen. Aber die Einarbeitung muss in die schrittweise (und eher zügige!) Übernahme von Eigenverantwortung und den baldigen Übergang zu echter eigener Wertschöpfung münden. Wenn sich Einarbeitungsphasen auf zahlreiche Monate oder sogar mehrere Jahre erstrecken, stellt sich die Frage, ob sie die Betroffenen nicht unterfordern und damit entmutigen. Auch bei manchen Trainee-Programmen wäre zu prüfen, ob sie nicht institutionalisierte Verwöhnung sind. Interessanterweise ist nach meinen Beobachtungen die Zufriedenheit der so "über-eingearbeiteten" Mitarbeiter nicht sonderlich hoch.
Verwöhnte Führungskräfte
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Ein weiterer kritischer Hinweis in einem Blitz-Feedback lautete: Der Artikel "vernachlachlässigt faule, verwöhnte und selbst-unkritische Führungskräfte". Wenn das so ist, besteht hier dringender Korrekturbedarf. Denn verwöhnte Führungskräfte sind in der Tat ein noch größeres Problem als verwöhnte Mitarbeiter, weil sie deren Verwöhnung nicht entgegenwirken, sondern sie potenzieren. So spielen die Führungskräfte bei betrieblicher Verwöhnung oftmals eine Vorreiterrolle, indem sie etwa darauf bestehen, dass ihnen bestimmte Dinge "ganz einfach zustehen". Nicht selten stehen gerade die Vorgesetzten dem Abbau von Verwöhnung im Wege, indem sie auf Status, Stellen und Privilegien beharren, statt sich um vernünftige Lösungen zu bemühen.
Auch wenn man sieht, welchen Saustall ehrbare deutsche Manager nach einem ganz normalen Inlandsflug in der Business Class einer Lufthansa-Maschine hinterlassen oder wie manche Meetingräume am Veranstaltungsende aussehen, muss man sich fragen, ob es zum Selbstverständnis von Führungskräften gehört, ihren Dreck einfach fallen zu lassen, damit andere ihn wegräumen.
Prinzipiell gilt aber für den Abbau von Verwöhnung bei Führungskräften das Gleiche wie für den Abbau von Verwöhnung bei "normalen Sterblichen", und der ist in dem Artikel ausführlich und mit all seinen Widrigkeiten beschrieben. Hinzuzufügen wäre allenfalls noch: Wer als Top Manager sich selbst oder die mittleren Führungsebenen beim Abbau von Verwöhnung ausklammert, wird nicht weit damit kommen.
Soviel fürs Erste – ich bin gespannt auf weitere Anmerkungen und Feedbacks!
Eine in diesem Sinne nachdenkliche Vorweihnachtszeit
wünscht Ihnen
Winfried Berner
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Dieser Thread wurde aus dem alten Diskussionsforum übernommen, deshalb hat sich das Datum geändert.
Der ursprüngliche Eintrag datiert vom 7.11.2003


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