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Alle Kategorien > Fachliches, Technisches und Methodisches > Methoden der Veränderung > Persönliche Kommunikation im Change-Management
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
Autor: Alina Pluskota
Erstellt: 09.06.2009 - 14:31
Betreff: Persönliche Kommunikation im Change-Management
Guten Tag,

voerst ein Lob an diese interessante Website und die Möglichkeit des Forums.

Wie viele andere Studenten, so bin auch ich dabei meine Masterarbeit zum Thema Change-Management zu schreiben, allerdings im Fach der Kommunikationswissenschaft.

Nach längerer Recherche habe ich folgende These aufgestellt: Face-to-Face Kommunikation oder Persönliche Kommunikation ist out!
Warum diese These? In Handbüchern und Modellen von Change-Mangement-Prozessen wird Kommunikation (im allgemeinen Sinne) als wichtigster Erfolgsfaktor betrachtet. In Kommunikationsplänen oder Gestaltungsempfehlungen findet man aber überwiegend technisch-vermittelnde oder schrift-basierte Kommunikationsmedien (wie Newsletter, Flyer, Events, etc.). Obwohl persönliche Kommunikation als releant dargestellt wird, werden keine genauen Handlunsgempfehlungen in diese Richtung geboten und daher fällt sie neben den modernen Medien in den Schatten.

Meine Überlegung wäre, den Stellenwert der zwischenmenschlichen Kommunikation in Modellen und Gestaltungsempfehlungen zu untersuchen und meine obige These zu prüfen.

Was halten Sie von diesen Überlegungen?

Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Mühe.

Schöne Grüsse

Alina Pluskota
Benutzerbild Autor: Winfried Berner
Erstellt: 09.06.2009 - 19:04
Betreff: re: Persönliche Kommunikation im Change-Management
Hallo Frau Pluskota,

eine kühne und provozierende These, über die sich nachzudenken lohnt - auch wenn ich sie nicht teile.

In Kommunikationsplänen oder Gestaltungsempfehlungen findet man aber überwiegend technisch-vermittelnde oder schrift-basierte Kommunikationsmedien (wie Newsletter, Flyer, Events, etc.).


Ich unterstelle mal, dass diese Ihre Behauptung zutrifft und ausreichend stark empirisch untermauert ist (was mich zwar erstaunt, was aber bloß wegen meines Erstaunens nicht falsch sein muss).

Doch machen Sie bei Ihrer Schlussfolgerung eine implizite Annahme, die ich gerne explizit machen möchte, bevor ich sie in Zweifel ziehe: Dass es nämlich einen sehr engen Zusammenhang gibt zwischen dem, was man in Kommunikationsplänen und Gestaltungsempfehlungen findet und dem, was wirksame Veränderungskommunikation ist. Diese Annahme bezweifle ich und biete als Alternative an, dass in solchen Papieren, vor allem wenn sie nicht von erfahrenen Praktikern stammen, eher eine gewisse Ratlosigkeitsverwaltung stattfindet, die von Hand zu Hand oder von Papier zu Papier weitergereicht wird, als eine zutreffende Beschreibung wirksamer Veränderungsinstrumente.

Eine weitere Alternativ-Hypothese wäre, dass die schlichte Anzahl schriftlicher oder technisch vermittelter Methoden weitaus größer ist als die Anzahl der Methoden direkter Kommunikation, sodass bei einer etwa gleich ausführlichen Beschreibung aller Methoden der falsche Eindruck eines Übergewichts der indirekten Kommunikation entsteht. (Diesen Eindruck könnten Sie möglicherweise auch gewinnen, wenn Sie hier auf der Website die Seiten Methoden der Veränderung und Methodenwahl betrachten.) Doch die Gesamtanzahl der Druckzeilen lässt keinen zwingenden Schluss auf die Bedeutung der einzelnen Methoden zu.

Jenseits forschungsmethodischer Fragen lautet meine praktische Erfahrung aus mittlerweile doch recht zahlreichen Veränderungsprojekten, dass - im Positiven wie im Negativen - nichts so wirksam ist wie die direkte Kommunikation durch das Top Management und dass alle anderen Methoden lediglich flankierende Unterstützungsmaßnahmen "for the real thing" sind.

Freundliche Grüße

Winfried Berner
Anzahl Nachrichten: 2 - Seiten (1): [1]
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